
Hypnose mit ihren unterschiedlichen Techniken zählt mit zu den ältesten Heilverfahren. Graphische Überlieferungen aus dem alten Ägypten und Babylon belegen die Existenz von Hypnosesitzungen bereits im Jahr 6.000 v.Chr. Die ersten schriftlichen Berichte stammen in etwa aus der Zeit 4.000 v.Chr.Immer wieder kam und kommt die Hypnose in den verschiedenen Kulturkreisen zum Einsatz. In Europa wandte der so genannte "Wunderheiler" F. A. Mesmer (1734 - 1815) eine in Trance versetzende Methode bei Kranken an, die er jedoch irrtümlicherweise als "magnetische" Fähigkeiten bezeichnete. Sie ist heute unter dem Begriff des Mesmerismus bekannt. In Frankreich durchlebte die Hypnose im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit. Auch Sigmund Freud (1856 - 1939) sowie seine Mitarbeiter bedienten sich vor der Entwicklung der Psychoanalyse verschiedener Hypnosetechniken.
Mehr oder weniger zufällig entdeckte der schottische Augenarzt James Braid 1841 die Fixationsmethode zur Einleitung einer Trance. Diesen dadurch künstlich hervorgerufenen Schlaf nannte er Hypnose (in Anlehnung an das griechische Wort hypnos = Schlaf).
Im 19. Jahrhundert führte Frankreich auf dem Gebiet der Hypnoseforschung. Ab 1855 bediente sich Sigmund Freud der Technik der Hypnose.
Im deutschen Sprachgebiet wurde im 20. Jahrhundert die Hypnose durch Oskar Vogt und dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz weiterentwickelt. Das Ergebnis war das heute weit bekannte Autogene Training.
Im amerikanischen Sprachgebiet war es vor allem Milton H. Erickson, der in die Geschichte einging. Der Facharzt für Psychiatrie gründete 1957 die „Amerikanische Gesellschaft für klinische Hypnose“, die sich 1978 auch in Deutschland etablierte. Erickson ist es zu verdanken, dass Hypnose in der Psychotherapie zum Einsatz kam, nachdem sie durch Sigmund Freuds Ablehnung lange Zeit in den Hintergrund gerückt war.
Milton H. Erickson entwickelte einen neuen strategischen Ansatz, der heute als "moderne Hypnose" bezeichnet wird.
Während die "klassische" (direkte) Hypnose das Bewusstsein während der Sitzung einschränkt, versucht die "moderne" Hypnose" das Bewusstsein zu umgehen - es sozusagen "hinten rum" auszutricksen.
Erickson selbst sagte noch zu Lebzeiten, dass er keine speziell bevorzugte Methode habe. Inzwischen werden die "Erickson-Methode" und das wohl aus dem Erickson-Modell hervorgegangene Neurolinguistische Programmieren (NLP) weltweit gerne vermarktet. Beides ist ein Versuch, das Unterbewusstsein auch ohne einen Trancezustand zu erreichen.
In unserer Praxis arbeiten wir mit der klassischen Methode. Diese ist unseren Erfahrungen nach zeitsparend und effektiv.



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