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Home Oralchirurgie Wurzeltrennung

Wurzeltrennung

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Wenn ein großer Backenzahn nur an einer Wurzel erkrankt ist, oder eine Knochenentzündung zwischen zwei Wurzeln besteht, so gibt es gelegentlich Möglichkeiten, den Zahn zu erhalten:
  • Teilung des Zahnes (Prämolarisierung)
  • Entfernung einer Zahnhälfte (Hemisektion )
  • Entfernung einer Zahnwurzel (Wurzelamputation)
Große Backenzähne haben in der Regel mindestens zwei Wurzeln. Wenn nur eine der Wurzeln erkrankt ist oder zwei Wurzeln eine gemeinsame Zahnfleischtasche haben, die sich für einen Knochenaufbau nicht eignet, dann muss nicht unbedingt der Zahn gezogen werden.
Zweiwurzelige Zähne, die zwischen den Wurzeln eine Taschenentzündung aufweisen, können in der Mitte durchtrennt werden. Es entstehen so zwei kleine Backenzähne, die allerdings spätestens im Rahmen dieser Durchtrennung (Prämolarisierung) eine Wurzelbehandlung erfahren müssen.
Ist eine der beiden Wurzeln nicht zu erhalten, so wird nur sie entfernt (Hemisektion), die andere Wurzel bleibt und kann Zahnersatz tragen.
Zähne mit drei oder vier Wurzeln können durch die Entfernung einer der Wurzeln (Wurzelamputation) von einer schwer zu reinigenden Tasche oder einer gebrochenen oder stark entzündeten Wurzel befreit werden. Auch hier gilt, dass eine Wurzelbehandlung Vorbedingung dieses Eingriffes ist.

Der Nachteil aller dieser Methoden ist, dass ein derartig behandelter Zahn immer eine Wurzelfüllung haben oder erhalten muss und dass er durch seine Zierlichkeit (bei der Hemisektion) oder beeinträchtigte Stabilität nur ein minderwertiger Anker für Zahnersatz sein kann.
Der Vorteil ist, dass der Zahn voraussichtlich noch ein paar Jahre erhalten werden und Zahnersatz tragen kann.
 


Schlagzeilen

Durch die Wurzelspitzenkappung (Wurzelspitzenresektion) steht eine weitere Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung, mit der ein Zahn erhalten bleiben kann.

Manchmal entzündet sich der Knochen um das Ende einer Zahnwurzel. Ist eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung nicht möglich oder erfolgreich, zum Beispiel weil der Patient beim Verschluss des Zahnes immer wieder Schmerzen bekommt, muss ein Teil der Wurzelspitze, meist ca. 3-5 mm, abgetragen werden. In diesem Bereich sind die Hohlräume des Zahnes wie ein Flussdelta weit verzweigt. So kann die normale Wurzelfüllung alle Seitenäste oft nicht erfolgreich abdichten. Die Wurzelspitzenabtrennung wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach Aufklappung der Schleimhaut wird der Knochen über der Wurzelspitze abgetragen.
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